Seminarbeschreibung:
Das Seminar bietet Einblicke in die inter- / transdisziplinäre Dysphagietherapie bei Menschen im Wachkoma, auch unter außerklinisch- intensivmedizinischen Bedingungen (Tracheotomie/ Beatmung). Es werden Möglichkeiten der Befunderhebung erarbeitet und Einblicke in ein ganzheitliches/ ganzkörperliches Trachealkanülenmanagement vermittelt.
Praktische Übungen zu Positionierung und Transfer sind dabei ebenso Seminarinhalte, wie Einführung in Funktion und Einsatz verschiedener Trachealkanülenmodelle.
Das Seminar richtet sich an Therapeuten aller Fachdisziplinen.
Inhalte:
Einblicke in die Problematik der Differentialdiagnostik bei Persistent Vegetative State (PVS) und Minimally Consciousness State (MCS)
Sind Menschen im Wachkoma wirklich nicht kooperativ"??
Positionierung (Lagerung) und Bewegungsanbahnung als sinnvolle Unterstützung und Grundlage des therapeutischen Handelns
Funktion, Anwendung und therapeutischer Nutzen unterschiedlicher Trachealkanülen
Anmerkung:
Bitte bringen Sie zum Seminar ein Handtuch mit.
Kurzbiographie Janine Ehlers:
Janine Ehlers leitet drei interdisziplinäre Therapiezentren in Kerpen, Köln und Solingen mit Schwerpunkt außerklinische Intensivversorgung (Wachkoma & Beatmung). Sie ist Dipl. Sprachtherapeutin, Ergotherapeutin, F.O.T.T.-Therapeutin und Fachtherapeutin Wachkoma. Sie promoviert am Department für Neurowissenschaften & Rehabilitation der Universität zu Köln zum Thema Trachealkanülenmanagement bei Patienten mit chronischen Bewusstseinsstörungen". Sie entwickelte und implementierte die Fachweiterbildung Fachtherapeut Wachkoma und MCS".
Kurzbiographie Inga Petzoldt:
Inga Petzoldt leitet drei interdisziplinäre Therapiezentren in Kerpen, Köln und Solingen mit Schwerpunkt außerklinische Intensivversorgung (Wachkoma & Beatmung). Sie ist Physiotherapeutin, Bobath-Therapeutin, Manualtherapeutin und Fachtherapeutin Wachkoma. Im Rahmen ihrer hippotherapeutischen Tätigkeit nutzt sie das "Medium Pferd" auch bei schwerstbetroffenen, wachkomatösen Patienten. Sie entwickelte und implementierte die Fachweiterbildung Fachtherapeut Wachkoma und MCS".
Quellenangaben:
Ciarrettino M (2005): Zustand Wachkoma vs. Prozess Wachkoma oder: "Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren" (Paul Watzlawik). Intensiv: Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York (13), Nr. 03, S. 97-101.
Diesener, P. (1998): Vegetative Instabilität und Der Umgang mit Schluckstörungen nach schweren Hirnverletzungen. überarbeitete Nachdrucke aus den Zeitschriften not 3/98 und Wachkoma 3/98: Neurologisches Rehabilitationszentrum, Jugendwerk (Schriftenreihe Jugendwerk ; 4 : Medizin).
Diesener, P. (2005): Kommunikation und Kostaufbau. Ein Leitfaden für Behandelnde und Pflegende in der neurologischen Frührehabilitation und zustandserhaltenden Pflege nicht nur von Kindern und Jugendlichen: Hegau-Jugendwerk (Schriftenreihe Jugendwerk ; 24 : Medizin).
Heck, G.; Steiger-Bächler, G.; Schmidt, T. (2000): Early Functional Abilities (EFA). Eine Skala zur Evaluation von Behandlungsverläufen in der neurologischen Frührehabilitation. In: Neurologie & Rehabilitation, Jg. 6, H. 3, S. 125-133.
Heidler, M. -D (2007): Rehabilitation schwerer pharyngo-laryngo-trachealer Sensibilitässtörungen bei neurologischen Patienten mit geblockter Trachealkanüle. Neurologie & Rehabilitation (13), Nr. 1.
Herbst, W. (2008): Neurogene Dysphagien und ihre Therapie bei Patienten mit Trachealkanülen. 4. überarbeitete Auflage. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag.
Nydahl, P.; Asmussen-Clausen, M. (Hg.) (2007): Wachkoma. Betreuung, Pflege und Förderung eines Menschen im Wachkoma. 2. Aufl. München: Elsevier Urban & Fischer.
Tippett, D. C. (2000): Tracheostomy and ventilator dependency. Management of breathing, speaking, and swallowing: Thieme.