Ziel dieser Fortbildung ist es, den Teilnehmern die komplexen anatomischen und physiologischen Zusammenhänge der Strukturen des menschlichen Organismus bewusst zu machen. Durch das Erlernen manueller Techniken aus der Osteopathie wird den Teilnehmern ermöglicht, Dystonien des myofazialen Systems innerhalb des menschlichen Körpers, welche auch zu Störungen der physiologischen Stimmbildung führen können, zu erkennen und zu behandeln.
Inhalte:
• Einführung in das osteopathische Konzept
• Sensibilisierung der Finger zum Fühlen, Wahrnehmen und Begreifen anatomischer Strukturen am lebenden Menschen
• Anatomie und Biomechanik der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Rippen, Brustbein und des Zwerchfells
• Es werden Anleitungen gegeben, in Partnerarbeit Muskeln, Knochen und Faszien im Bereich der Brustkorb-, Hals- und Kopfregion zu lokalisieren und zu palpieren.
• Anatomie und Physiologie des para- und orthosympathischen Nervensystems, speziell in Beziehung zur Lungenatmung, zum Schluckakt und der Zungenmotorik
• Klassifikation der Dysphonien wie z.B. Hyper- und Hypofunktionelle Stimmstörungen, psychogene, organische und neurologisch bedingte Sprachstörungen
• Befunderhebung der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Rippen und Brustbein
1) Die aktive Funktionsuntersuchung
2) Die passive (assistive) Funktionsuntersuchung
3) Die osteopathische Untersuchung
• Befundinterpretation und spezifischer Aufbau eines Behandlungskonzeptes aus osteopathischer Sichtweise
• Vorstellen von Eigenübungen zur Harmonisierung der Atmung und Verbesserung der physiologischen Stimmbildung
Die theoretischen Inhalte werden ergänzt durch praktische Übungen in Kleingruppen und zu zweit sowie durch Diskussionen.
Wichtige Zusatzinformation: Teilnehmer dieses Kurses werden nicht befähigt, grundsätzlich osteopathisch zu arbeiten, aber es wird ihnen ermöglicht, osteopathische Techniken in ihrer Stimm- und Sprachtherapie anzuwenden.