Im Prozess sprachtherapeutischer Intervention gibt es immer wieder Situationen oder Phasen, in denen besondere therapeutische Handlungskompetenzen und -optionen erforderlich sind.
Zu diesen gehören u.a. die Verbindung eines therapeutischen Prozesses mit entsprechenden Aufträgen, der Umgang mit Verweigerungshaltungen oder fehlender Mitarbeit von Seiten des Kindes und/oder der Eltern u.v.m.
Häufig entsteht bei der Therapeutin der Eindruck dringend notwendiger Elternarbeit.
Vor diesem Hintergrund stellen sich spezifische Fragen: Wie kann man ein Gespräch konstruktiv gestalten? Was kann ich als Therapeutin dazu beitragen, dass Kind und Familie in ihren Kommunikationsmustern die Sprachentwicklung unterstützen bzw. fördern? Wie aktiviere ich die jeweiligen Ressourcen und ihre Umsetzung?
Im Rahmen des »systemischen Ansatzes« werden in diesem Seminar therapeutische Grundhaltungen und Methoden vermittelt, die es ermöglichen, in verschiedenen Situationen handlungsfähig zu bleiben und den therapeutischen Prozess weiter zu führen. Sprachtherapie und die damit verbundene Elternarbeit werden aus systemischer Perspektive betrachtet, um weitere Sichtweisen und Optionen für die Sprachtherapie zu eröffnen bzw. zu ermöglichen.
In Eigenarbeit, Rollenspielen, Fallvorstellungen und möglichen therapeutischen Beispielen aus der Praxis der Teilnehmerinnen können unter anderem solche Inhalte erarbeitet werden.
Voraussetzungen: Arbeit im (sprach-)therapeutischen Kontext