Sem.Nr.: 1217-MA

Sprachtherapie mit Late Talkern

Dr. Mascha Hecking, Dipl.-Sprachheilpädagogin, Psycholinguistin

Datum: 27.04.2012 - 28.04.2012
Uhrzeiten:
FR 14:00 - 17:15
SA 09:00 - 16:30
Ort: München

Seminarbeschreibung:

Ca. 15-20% aller zweijährigen Kinder sind Late Talker: bei unauffälliger Allgemeinentwicklung sprechen sie noch nicht bzw. sehr wenig.
Der späte Sprechbeginn gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für eine spätere Spracherwerbsstörung. Aufgabe der Sprachtherapie ist es, mithilfe einer gezielten sprachtherapeutischen Diagnostik den Therapiebedarf zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen (Elterntraining, Watchful Waiting oder auch Sprachtherapie) zu empfehlen und durchzuführen.
Das Seminar vermittelt einen kurzen Überblick über den frühen Spracherwerb und mögliche Risikofaktoren. Praxisnah werden anschließend Inhalte der sprachtherapeutischen Diagnostik im zweiten Lebensjahr erarbeitet. Anhand von Fallbeispielen lernen die Teilnehmerinnen Grundzüge des Late Talker-Therapiekonzepts nach Schlesiger (2010) kennen.
Der Einbezug von Eltern in die Frühintervention ist abschließendes Thema: Wie können Eltern von Late Talker-Kindern informiert, beraten und zu sprachförderlichem Verhalten angeleitet werden? Hierzu wird ein Überblick über bestehende elternzentrierte Verfahren im deutschsprachigen Raum gegeben, exemplarisch das Heidelberger Elterntraining (Buschmann 2008) vorgestellt und anhand praktischer Gruppenübungen veranschaulicht.

Kurzbiographie Mascha Hecking:

Mascha Hecking studierte an der TU Dortmund Sprachtherapie.
Ihre Dissertation an der LMU München beschäftigte sich mit der Bedeutung der Mutter-Kind-Interaktion im frühen Spracherwerb. Von 2007 bis 2009 war sie als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der TU Dortmund beschäftigt und ist seit 2008 als Referentin zu dem Thema „Sprachtherapeutische Frühintervention" tätig. Parallel zur wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet Frau Hecking seit 2003 als Sprachtherapeutin mit dem Schwerpunkt der Frühintervention. Seit 2009 ist sie Sprachtherapeutin an der Kinderklinik Hochried in Murnau mit gleichzeitiger Forschungsarbeit für das ZKPR der Universität Bremen.

Quellenangaben:

Hecking, M. & Schlesiger, C.: Late Bloomer oder Sprachentwicklungsstörung? Diagnostik und Beratung für Familien mit Late Talkern nach dem Dortmunder Konzept. Forum Logopädie 2010, 1 (24), 6-15
Sachse, S.: Frühe Identifikation von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen. In: W. v. Suchodoletz (Hrsg.). Früherkennung von Entwicklungsstörungen - Frühdiagnostik bei motorischen, kognitiven, sensorischen, emotionalen und sozialen Entwicklungsauffälligkeiten. Göttingen 2005: Hogrefe, S. 155-189
Schlesiger, C.: Das Late-Talker-Therapiekonzept. L.O.G.O.S. Interdisziplinär 2007; 15(2): 119-128
Unterrichtseinheiten:
Praxis: 7
Theorie: 5
Fortbildungspunkte:12
Freie Plätze: 10

Preis:Statt 240,00 EUR
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