Viele Kinder, die sich im Vorschul- oder Schulalter aufgrund einer (spezifischen) Sprachentwicklungsstörung (SES/SSES) in logopädischer Behandlung befinden, zeigen bereits in den ersten beiden Lebensjahren eine verzögerte Sprachentwicklung.
Sogenannte "Late Talker" verfügen mit 24 Monaten noch nicht über einen aktiven Wortschatz von 50 Wörtern und produzieren keine Zweiwortäußerungen.
Unter Berücksichtigung der Spracherwerbsforschung in den letzten Jahren wurden Maßnahmen entwickelt, Late Talker als sogenannte Risikokinder möglichst früh zu erfassen und zu betreuen.
Das Seminar zeigt Möglichkeiten auf, Late Talker zu erkennen und adäquat zu fördern sowie deren Eltern angemessen zu beraten und einzubeziehen.
Geplante Seminarinhalte:
- Meilensteine der frühen Sprachentwicklung (u. a. semantisch-lexikalische, phonetisch-phonologische, morphologisch-syntaktische, kommunikative Aspekte; Lehrstrategien der Eltern)
- diagnostische Möglichkeiten (u. a. Elternfragebögen, Entwicklungsprofil nach B. Zollinger, SETK - 2, PDSS, Spontansprachanalyse in Anlehnung an H. Clahsen, Beobachtung der Eltern-Kind-Interaktion)
- frühe logopädische Intervention
- Fördermöglichkeiten in weiteren Einrichtungen
- Elternarbeit