Der Ablauf der menschlichen Entwicklungsprozesse ist zeitlich und in seiner Reihenfolge festgelegt, keine Entwicklungsstufe ist ohne die vorhergehende erreichbar. Sensomotorische, kognitive und sprachliche Fähigkeiten werden parallel erworben, gehen mit der Reifung des ZNS einher und bedingen einander. Durch Störungen der neuronalen Reifung bzw. der umfassenden Selbstregulationsprozesse der genannten Bereiche kann die immanente Entwicklungssystematik unausgeglichen ablaufen. Mit dem hier vorgestellten Ansatz wird dem Gehirn »eine zweite Chance« gegeben, um Mängel, die im Verlaufe der neurologischen Organisation auf verschiedenen Stufen auftreten können, auszugleichen bzw. die noch unvollständigen Fähigkeiten funktionell wiederzugewinnen, Entwicklungen nachzuholen oder zu verbessern. Deshalb wird in der Therapie mit genetisch determinierten Bewegungsmustern wie Rollen, Kriechen, Krabbeln und Gehen sowie mit vegetativ-reflektorischen Basis-Mustern wie Atmen, Saugen, Kauen und Schlucken gearbeitet. Die gesamte Methode wird in vier Modulen vermittelt. Die ersten beiden Abschnitte bilden die Grundlage und geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon die Möglichkeit, bei einigen Pathologien oder Störungen diese Methode anzuwenden. Jeder einzelne Kursabschnitt wird in vier Tagen vermittelt. Die Kurse finden mit einer Übersetzerin statt.
Modul 4: Der Schwerpunkt im vierten Modul liegt in der Anwendung der spezifischen PADOVAN- Übungen z.B. bei folgenden Störungen:
- Wahrnehmungs- bzw. sensorische Störungen
- Dysgrammatismus
- Lernstörungen wie z.B. Entwicklungsdyslexie/-dysgraphie (Legasthenie) und Dyskalkulie
- Autismus
Die einzelnen Module sind aufeinander aufbauend. Voraussetzung für die Teilnahme an einem Modul ist die erfolgte Teilnahme an den vorherigen Modulen.
Achtung: Eine verbindliche Anmeldung kann erst dann erfolgen, wenn Sie uns eine Kopie der Teilnahmebescheinigungen der vorhergehenden Seminare eingereicht haben oder Sie sich zu diesen, früher im Jahr stattfindenden, ebenfalls angemeldet haben.